PDCA: Training steuern mit Management-Tools

Mit dem PDCA Zyklus kannst du dein Training steuern und die Qualität steigern. Der laufende Manager. Dieses Bild wird gern als Beispiel dafür genommen, wie breit unser Breitensport aufgestellt ist. Alle laufen. Von dem Kassierer bei Lidl bis zu Managerin eines großen Unternehmens. Bei Volksläufen oder in Laufgruppen laufen sie vielleicht zusammen. Trotzdem vielleicht zwei Welten aufeinandertreffen, Laufen verbindet irgendwie. Man kommt ins Gespräch.

Manchmal lohnt es sich genau hinzuhören

Es gibt Menschen die reden gerne und viel. Manche weil sie sich gerne reden hören und manche weil sie wirklich viel zu sagen haben. Dann lohnt es sich in einigen Fällen ganz genau hinzuhören. Vielleicht kann man sogar aus dem Management oder anderen Bereichen etwas für sich, oder sein Training heraus ziehen. Zum Beispiel das einfache Prinzip des PDCA-Zyklus. Ein Qualitätsmanagementinstrument mit dem sich nicht nur Geschäftsprozesse steuern lassen. Man könnte damit sogar ein Training steuern.

PDCA Zyklus aus dem Management
PDCA Zyklus: Training steuern ist simpel

Was ist es?

PDCA steht für die Worte “Plan-Do-Check-Act” und ist ein Instrument welches im (Qualitäts-)Management angewandt wird, um die Ergebnisqualität kontinuierlich zu steuern. Ja, jetzt bitte kein “Management-blabla”. Ich halte es einfach. Wie gut ist Dein Training? Welche Fortschritte machst du? Sieht es gut aus für den nächsten Halbmarathon im Herbst? Mit dem PDCA-Zyklus kannst du die Wirksamkeit deines Trainings überprüfen.

Was bringt es mir?

Kontinuierliche und systematische Überwachung der Trainingsqualität. Bei nicht erwünschten Veränderungen/Ergebnissen kann zeitnah und sehr kurzfristig reagiert werden. Man stellt sicher, dass man auf Erfolgskurs bleibt.

Wie wende ich den Zyklus auf mein Training an?

Das gruselige an Management (für mich eines der Unworte seit der Jahrtausendwende) und deren Instrumente ist ja, dass es sich sehr hochtrabend anhört. Letztendlich steckt aber garnicht so viel dahinter, wie der äußere Eindruck vermuten lässt. Viel gequatsche um einfache Verhältnisse. Es muss sich halt immer wichtig und hochqualifiziert anhören. Whatever!

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Plan

Zu Beginn steht dein Trainingsplan, den du dir überlegt hast. Natürlich hast du dir im Vorfeld Gedanken darüber gemacht. Welche Trainingsreize sind überhaupt sinnvoll, wann sind sie sinnvoll und wo setze ich meine Regenerationstage/phase ein. Dieser Plan soll zum Erfolg führen. Du willst z.B. deine PB angreifen.

Do

Das wichtigste am Training ist, dass es durchgeführt wird. Zum einen ist ein Plan gemacht worden um sich daran zu halten. Punkt. Zum anderen sehe auch ich nicht ein, warum ich mich von einem Plan versklaven lassen sollte. Punkt. Wir sprechen jetzt über das Schwierigste überhaupt. Verhältnismäßigkeit. Ein Hobbyläufer wird da eine andere Gewichtung haben als ein Profi. Beim “Do” ist die Dokumentation der Trainingseinheiten wichtig. Die Dokumentation liefert die benötigten Kennzahlen für den nächsten Punkt.

Check

Die ersten Wochen deines Trainingsplans sind rum, du hast sie dokumentiert (Laufuhr, App oder beides) und deine Zahlen liegen dir vor. Wie ist die Entwicklung? Vielleicht bis du schneller geworden, kannst weitere Strecken laufen und/oder dein durchschnittlicher Puls ist runter gegangen? Großartig. Dein “Check” hat ergeben, dass es voran geht. Du musst nichts verändern und kannst “Act” überspringen, du kannst “Plan” überspringen und beim “Do” weitermachen.

Act

Vielleicht hast Du aber auch keine Fortschritte gemacht oder sogar Rückschritte? An dieser Stelle finde ich es wichtig, es als Feedback und nicht als schlechte Nachrichten zu betrachten. Welche gewünschten Ergebnisse sind ausgeblieben? Du bist vielleicht nicht schneller geworden? Geh auf Fehlersuche und finde Optimierungsmöglichkeiten. Du könntest vielleicht Wiederholungsläufe oder Intervalle ins Training integrieren. Egal welche Maßnahmen du ergreifst. Sie müssen eingeplant werden, was dich zurück zum ersten Punkt “Plan” bringt.

Zusammenfassung

Ein Training steuern klingt hochtrabend. Auch dieses Theorethische Modell von PDCA sieht hoch wichtig aus. Letztendlich tun wir es meistens intuitiv. Aber es lohnt sich wirklich dieses Prinzip bewusst vorzunehmen, wenn es mal mit dem Training nicht so richtig läuft. Ansonsten ist beim Laufen ja nur der Spaß wichtig. Zumindest beim Breitensport.

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