Training statt Laufschuhe

Ich kenne das. Gerade wenn man mit dem Laufen anfängt, kommt man leicht in einen Kaufrausch. War zumindest bei mir so. Ziemlich schnell wurden aus den einen Paar Laufschuhen sechs Paar Laufschuhe. Aus zwei Outfits wurden… 16 Laufshirts oder so. Training rückt irgendwie in den Hintergrund. Und jedes Mal kommt man nicht um den Lieblingslaufladen herum, ohne zumindest einmal zu gucken. Meistens bleibt es nicht beim Gucken. Meistens wird es teuer. Immer in der Hoffnung, dass mich dieses neue Paar Schuhe voran bringt. Letztens war es genauso als ich podcast-hörend durch Paderborn schlenderte und wieder vor dem Schaufenster meines Lieblingsladens kleben blieb. Schuhe! Mein Training stagniert in den letzten Monaten und ich überlegte, ob es nun an meinem selbst gemalten Trainingsplan liegt den ich  mir einfach laienhaft mit Garmin-Connect zusammengeschustert habe. Oder es liegt bestimmt an meinen Schuhen. Während ich überlegte hörte ich den Running-Podcast Folge 41 mit Michael Arend und entschied, die neuen Schuhe, die ich sicherlich irgendwann unbedingt benötigen werde, auf die lange Bank zu schieben. Hurra. Vorerst 159.95€ gespart.

Sind Laufschuhe zu teuer?

Ja. Gemessen daran was ich von ihnen manchmal erwartet habe auf jeden Fall. Besonders ärgerlich, wenn ich mir tolle Schuhe für 160€ gekauft habe und sie nur einen Monat später 60€ weniger kosten, weil ein neues Modell erschienen ist. Viel zu spät habe ich erkannt, dass ich einem Schuhwahn verfallen bin. Das bringt mich meinem Ziel auch nicht näher. Viel klüger wäre es doch weniger zu kaufen und mehr zu laufen. Richtig zu laufen. So wie Michael Arend, der nicht nur den Zugspitz-Ultratrail gewonnen hat, sondern auch Trainer ist.

Training statt Schuhe

Aus den Interviews (Links am Ende) geht hervor, dass Michael nicht nur ein ziemlich lockerer und sympathischer Zeitgenosse ist. Sondern auch das seine Trainingsphilosophie ungefähr 0,0% Esoterik enthält. Ich wurde neugierig, schaute auf Facebook nach und guckte mir Michaels Internetseite an. Ich frage ja oft im beruflichen Alltag, was qualifiziert einen Menschen dazu eine bestimmte Aussage oder Entscheidung treffen zu können. Wenn ich mir die Qualifikationen von Michael ansehe, bleibt aber keine Frage offen. Es gibt keine Lücke zwischen Theorie und Praxis. Wer neben 13 Jahren Gebirgsjägeroffizier-Erfahrungen und Trainerausbildungen auch noch so viele fantastische Trailläufe gefinisht hat, wird einfach nicht mehr in Frage gestellt. Nachdem noch ein netter kurzer Kontakt via Facebook zustande kam war eigentlich für mich klar: Michael statt Schuhe!

Ich brauche einen Fahrplan

Letztendlich ist ja mein Problem, dass mein Training seit Monaten stagniert und ich eigentlich nicht weiß in welche Richtung ich laufen soll. Soll ich vier oder fünf Mal in der Woche laufen? Jede Woche Tempo? Periodisierung? In Hinblick auf meine Wettkämpfe wie trainieren? Erst Ausdauer dann Tempo und so weiter. Neue Schuhe bringen mich da nicht weiter. Also setze ich einmal aus und kaufe diesmal keine neuen Schuhe, sondern lasse mir für die nächsten drei Monate von Michael einen Fahrplan erstellen. Denn eines ist sicher: Mehr laufen und gezieltes Training hat einen größeren Effekt als neue Schuhe im Regal.

Unbenannt

Links zum Thema:

Running-Podcast Folge 41 – Talk-Gast Michael Arend

FatBoysRun Episode 51 – Interview mit Michael Arend

Trainer Michael Arend

Keine Lust zu lesen? Hier als Audio hören!
(Dauer 04:33 Minuten)

Kommentare

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3 Gedanken zu „Training statt Laufschuhe

  1. Pingback: „Was dir keiner sagt, weil keiner damit Geld verdient.“ Teil 4: Profitipps | Michael Arend Ultramarathon und Trailrunning Training

  2. Thomas Müller Antworten

    Ich bin gespannt auf das Ergebnis Deines strukturierten Trainings. Das macht bestimmt Spaß und bringt ordentlich was. Du wirst berichten, da bin ich sicher. Wünsche Dir viel Erfolg und Freude bei Deinem Training (y)
    Gruß
    Thoms

    • Sascha Möller Autor des BeitragesAntworten

      Vielen Dank! 🙂 Bisher kann ich sagen, dass es auf jeden Fall Spaß macht und abwechslungsreich ist. Bringt auf jeden Fall mehr als das x-te neue Paar Schuhe. Obwohl ich doch gerne ein paar Trailschuhe noch gebrauchen könnte. Davon habe ich ja kaum welche. 😛

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