Trainieren nach Puls oder Tempo?

Trainieren nach Puls war für mich bisher das Non-Plus-Ultra im Training. Ständig habe ich mich jedoch gefragt, warum ich nicht schneller werde. Eigentlich weiß ich doch, was ich zu tun habe. Schließlich habe ich Bücher gelesen. Die Laufbibel von Dr. Marquart, Systematisches Marathontraining von Hubert Beck und natürlich Herbert Steffnys Buch über das Laufen. Sehr schöne Bücher, die sich lohnen und die ich immernoch gern hin und wieder wälze zu bestimmten Themen. Ich kenne meinen Maximalpuls und trainiere in definierten Trainingszonen. Das hatte zur Folge, dass ich vor allem die langsamen Läufe nun extrem langsam gelaufen bin. Aber auch bei allen anderen Läufen wurde ich immer langsamer. Nicht nur gefühlt sondern auch messbar. Ich bin neugierig, wunder mich darüber versuche dem auf den Grund zu gehen. Wirklich Anstoß nehme ich nicht daran. Ich würde sowieso maximal so schnell wie der Durchschnitt werden. Für alles Andere bin ich zu gerne einfach zu faul. Aber so ein bisschen #ballern wäre doch schon schön.

Überraschende Antwort auf eine einfache Frage

Trainieren nach Puls
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Die Frage ist klar und steht im Raum. Wie werde ich schneller? Die Frage gebe ich an Dr. Google weiter und erhalte natürlich hunderte verschiedene Vorschläge. Zum Beispiel soll ich mehr Abwechslung ins Training bringen. Kurze sehr schnelle Intervalle  trainieren aber nicht überziehen. Viele langsame und laaaange Dauerläufe mit Steigerungen zum Schluss. Auf den Puls achten, Ruhetage einhalten und überhaupt alles ganz vorsichtig. Sonst steigt die Verletzungsgefahr. Das leuchtet ein und eine Verletzung will ich halt auch nicht riskieren.

Ich bin ja ein Fan von Laufbücher. Bei meiner letzten Amazon-Shopping-Tour bin ich auf das Buch Der Lauf-Coach: Gezieltes Training vom Einstieg bis zum Marathon gestoßen. Abgesehen davon, dass dieses Buch eines meiner neuen Lieblinge geworden ist. Dort fand ich dann entsprechen im Inhaltsverzeichnis den Punkt: Das Tempo steigern! Wer hätte es für möglich gehalten, dass die Antwort daraus so einfach ist. Wenn du schneller laufen möchtest, lauf halt schneller. Klingt irgendwie nach trockenen Humor nicht wahr? Ich musste auch ein wenig lachen. Weiterhin nimmt das Buch kaum ein Blatt vor dem Mund. So heißt es zum Beispiel auch: Schneller Laufen – Die Fakten: Es schmerzt. Das Tempo der Beine ist entscheidend. Erholungstage sind wichtig. Schön ist auch der Trainingstipp “So viel laufen wie es geht.” – Sind wir mal ehrlich. Die Antworten sind einfach wie goldrichtig. Darüber hinaus stehen natürlich noch weitere Dinge, wie z.B. auch das Training nach Puls, in sehr kompakter und anschaulicher Art darin. Aber genug der Werbung. Was heißt das jetzt für uns?

Trainieren nach Puls UND Tempo

Auch eine einfach Antwort. Trainieren nach Puls und Geschwindigkeit. Aber wann was? Ich probiere es mal folgendermaßen in Zukunft aus. Geht es darum meine Dauerläufe zu steuern, werde ich um den Puls nicht herum kommen. Die lassen sich damit einfach wunderbar steuern wenn man sich nicht zu sklavisch an empfohlene Pulsbereiche hält. Das eigene Empfinden spielt hier eine große Rolle. Die anderen Trainingsformen wie z.B. Intervalle, Wiederholungsläufe und Fahrtspiele werde ich wohl nach Tempo steuern. Ich will mich dann nämlich nicht durch den Puls limitieren lassen. Denn um schneller zu werden, soll man ja auch schnell laufen. Mal sehen ob das so funktioniert. Ein Versuch ist es Wert und schließlich ist nichts umsonst. Im Zweifelsfall hat man halt Kilometer “gefressen” wie es so schön heißt. Nur garkein Lauf ist ein schlechter Lauf.

Es gibt natürlich viele Läufer die sich darum garnicht kümmern und trotzdem gut laufen. Wie macht Ihr das eigentlich mit der Trainingssteuerung?

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