Feldstufentest Reloaded in Paderborn

Sportmedizinisches Institut Paderborn: Es ist der 25. Oktober und fast genau 9 Monate nach meinem ersten Feldstufentest. Zeit um den Test noch einmal durchzuführen um Fakten zu schaffen. Mit Fakten kann auch mein Trainer etwas anfangen um mein Trainingsplan weiter zu führen. Denn das möchte ich auch weiterhin und möchte ihn an dieser Stelle auch unbedingt weiterempfehlen. Dazu später.

Was hat sich zwischen den beiden Tests getan?

Der erste Feldstufentest in Paderborn war am 26.01.2016 und sollte lediglich meine Trainingbereiche herausfinden, da ich im April einen Halbmarathon laufen wollte. Bis zum Halbmarathon habe ich mich auch halbherzig daran gehalten. Immerhin konnte ich meine offizielle 10 KM-Zeit auf unter eine Stunde drücken und den HM in Hannover mit 02:12 finishen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten ein Ergebnis mit dem ich zufrieden sein kann. Im Anschluss bin ich einfach und unstrukturiert drei bis vier mal in der Woche weitergelaufen.

Da ich mich am Trailrunning-Cup angemeldet habe, benötigte ich aber Hilfe. Denn das Laufen im Gelände mit Höhenmeter ist etwas Neues für mich. Also habe ich in den letzten drei Monaten eine professionelle Bestandsaufnahme und strukturiertes Training durch meinen Trainer erhalten. Als das Sportmedizinische Institut in Paderborn wieder einen Feldstufentest anbot, habe ich mich nach kurzer Rücksprache mit meinem Trainer angemeldet.

Paderborn Feldstufentest Reloaded

Paderborn
Teilnehmer und Team

Schon beim ersten mal habe ich mich am Sportmedizinischen Institut in Paderborn wohl gefühlt. Diesmal war es irgendwie ein Gefühl von ‘nach Hause kommen’ oder zumindest so, als wenn man sich gleich mit ein paar Gleichgesinnten trifft um sich über das Hobby zu unterhalten. Und es war wieder genau so. Mit dem Unterschied, dass ich den Ablauf kannte und keine Unsicherheiten mehr hatte. Rauf auf den Parkplatz, Tasche geschnappt und direkt zur Laufbahn.

Von weiten werde ich von Meinolf (Krome) mit Namen begrüßt. Ich weiß nicht ob er sich darüber bewusst ist, welch äußerst positiven Effekt diese Begrüßung hat. Man fühlt sich einfach irgendwie sicher und angenommen. Wieder habe ich es mit einem gut gelaunten und sehr zuvorkommenden Team zu tun, sowie mal wieder echt nette Teilnehmer. Wir teilen halt doch alle ein Hobby. Und wieder juckt es niemanden in welcher Leistungsklasse man sich befindet. Da kann ich Laufanfängern die so etwas noch nicht gemacht haben, alle Bedenken nehmen.

Was war diesmal anders

Wie ein Feldstufentest im Detail durchgeführt wird, habe ich bereits beschrieben im Artikel [Was ist eigentlich ein Feldstufentest]. Diesmal waren es etwa 11 Teilnehmer und meine Laufgruppe bestand diesmal aus nur einem Läufer und mir selbst. Auch dieses Mal starte ich mit 1,6 m/s was der unglaublich langsamen Pace von 10:24/km entspricht. Gehen wäre schneller. Nun aber der nackte Vergleich.

 [wpsm_comparison_table id=”1″ class=””]

Diesmal habe ich die Stufe VI beenden und die erste Runde von Stufe VII durchlaufen können. Eine weitere Runde wäre absolut nicht mehr drin gewesen. Denn wenn man sich dazu entscheidet eine Runde anzulaufen, muss man sie auch gnadelos durchziehen. Man darf nicht unterbrechen.

Bereits drei Tage später kam die Auswertung, zu der ich am Ende noch einmal etwas sagen möchte. Ich hatte geahnt, dass ich mich verbessert habe. Alles Andere hätte mich auch gewundert. Im Detail hieß es in der Mail:

“Anhand des Ergebnis ist deutlich zu erkennen, dass Dein Ausdauertraining gewirkt hat. Du hast eine gute Basisausdauer und auch eine gute Laktattoleranz (11,27mmol/l bei 4,0m/s). Die Kurve steigt spät und dann auch nicht zu steil an. Deine Schwelle hat sich deutlich verbessert.”

Darüber freue ich mich natürlich. Darüber hinaus bekam ich noch eine PDF mit Kuven, maxHF (Glatt 200 BÄM!) und Trainingszonen.

Braucht man sowas wirklich?

Seit einigen Wochen lasse ich mir von Michael Arend Trainingspläne schreiben. Um diese auf mich abzustimmen, habe ich drei verschiedene Testläufe absolviert. Daraus hat Michael Herzfrequenzzonen abgeleitet wonach ich trainiert habe. Spektakulär fand ich, dass Michael mit den Ergebnissen der Testläufe nahezu exakt die Zonen bestimmt hat. Also liegt es mir irgendwie nahe, dass man einen Feldstufentest nicht unbedingt benötigt, wenn man einen erfahrenen Trainer hat. Natürlich hat ein Feldstufentest trotzdem Vorteile. Zum Beispiel entfallen die Testläufe, man hat Vergleichswerte, Laktatwerte und man bekommt auch die maxHF zu Gesicht. Zuletzt aber vor allem der große Vorteil, dass sich der Trainer über die Daten freut. Sie erleichtern wohl das Arbeiten. Darüber hinaus stellt man mit jedem Mal neue Kontakte her.

Gut: Man macht einen Feldstufentest beim Sportmedizinischen Institut in Paderborn.
Besser: Man lässt sich Trainingspläne von Michael Arend machen.
Am Besten: Beides in Kombination.

zone_michael
HF-Zonen nach den Testläufen
zone_test
HF-Zonen Feldstufentest

 Ich werden im nächsten Jahr wieder zum Feldstufentest und eine Runde mehr laufen.

Unbenannt

Kommentare

comments