Nichtschwimmer: Brustschwimmen oder Kraulen?

“Ich möchte Stricken lernen!”

“Kein Problem. Hier hast du das Muster für einen schönen Pullover. Los gehts.”

“Vielleicht docher lieber erst mit einem Schal anfangen?”

Klingt plausibel oder?

Komplizierte Bewegungsmuster im Überlebenskampf eines Nichtschwimmer

Der Online Artikel auf Welt.de “Die schlimmsten Fehler beim Brustschwimmen” zeigt es gut, wie kompliziert das Brustschwimmen eigentlich ist. Mir stellt sich die Frage, warum Brustschwimmen der erste Schwimmstil ist den wir als Nichtschwimmer lernen sollen? Das eigentliche Problem, wie ich es erfahren durfte, ist der Beinschlag. Das zu koordinieren ist nicht ganz so einfach und meine Hüfte fragt mich häufiger, was ich gedenke zu tun. Der Armzug ist schnell gelernt. Ich konnte mich zu Beginn nicht auf den Bewegungsablauf konzentrieren. Denn ich war mehr damit beschäftigt nicht zu ertrinken. Man darf nicht vergessen, dass wir hier von erwachsenen Nichtschwimmern reden. Während Kinder sich spielerisch aufs Wasser legen können, strampeln wir wie die Irren herum um nicht unterzugehen. Wir sind uns allen nur erdenklichen Gefahren bewusst. Was ist also wichtiger? Das wir den perfekten Schwimmstil drauf haben? Oder das wir in die Lage versetzt werden uns über Wasser zu halten?

Andere Länder andere Schwimmer

In vielen anderen Ländern ist Brustschwimmen nicht die Pflicht, sondern eher die Kür. Aus gutem Grund. Denn der Beinschlag beim Kraulen ist längst nicht so anspruchsvoll wie beim Brustschwimmen. Doch, bevor jetzt wieder die Schwimmer unter euch aufschreien. Auch das Kraulen ist in seiner Perfektion hoch anspruchsvoll und alles andere als einfach. Da könnte man jeden Triathleten oder Schwimmer fragen und sie wären sich wahrscheinlich einig. Hier geht es aber weder um Effizienz, Perfektion oder Eleganz. Hier geht es ums nackte Überleben! Beim Überleben will ich auf ein Werkzeug zurückgreifen können, welches sich instinktiv und zuverlässig benutzen lässt. Das ist nunmal ein, ich nenne es mal, dreckiger Schwimmstil.

Mehr Spaß mit weniger Angst – Der dreckige Schwimmstil

Der dreckige Schwimmstil ist ein Stil, den kein Lehrer, Bademeister oder sonstige Schwimmprofis sehen möchte. Die schlagen die Hände über den Kopf zusammen. Sie können aber auch nicht immer nachvollziehen, dass man sich in einem Überlebenskampf befindet. Das meine ich übrigens ernst… Niemand der im Kindesalter schwimmen gelernt hat, kann es nachvollziehen, was wir erwachsene Nichtschwimmer durchmachen. Wie sieht der dreckige Schwimmstil aus? Er ist vor allem eins: Verdammt einfach! Und er sieht nicht bei jedem gleich aus. Bei mir sieht es so aus, dass ich den Beinschlag vom Kraulen mit dem Armzug vom Brustschwimmen kombiniere. Das hat den Vorteil der einfachen Beinbewegung und dem Auftrieb des Armzuges. Aber vor allem muss ich mich nicht konzentrieren, sondern bleibe entspannt über Wasser. Eine weitere bekannte Variante ist der Stil “Köterkraulen”. Den sieht man vor allem dann, wenn Hunde ins Wasser springen. Nicht selten gibt es Menschen die es ihnen gleich tun.

Welcher Schwimmstil als erwachsener Nichtschwimmer

Wenn du dich als erwachsener Nichtschwimmer dazu entschlossen hast, einen Schwimmkurs zu belegen, dann befolgst du am besten das was der Kursleiter dir sagt. Unabhängig davon, was du hier gelesen hast. Solltest du damit nicht klar kommen, da in fast allen Kursen Brustschwimmen als erstes gelehrt wird, versuche es mit der Kombination Beine-Kraulen/Arme-Brust. Es ist einfacher umzusetzen und hält dich entspannt über Wasser. Wichtig: Erhalte die Körperspannung. Sei gespannt wie ein Flitzebogen. Darüber hinaus nicht das Atmen vergessen.

Unbenannt

Kommentare

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2 Gedanken zu „Nichtschwimmer: Brustschwimmen oder Kraulen?

  1. Karsten Antworten

    Ich habe mit Brustschwimmen angefangen. Das war für mich am einfachsten zu lernen. Kraulen kam erst dazu als ich sicher war.

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