Ich wäre fast einen Marathon gelaufen

Ich habe mich lange darauf vorbereitet. Denn eigentlich war mir nach meinem ersten Halbmarathon klar, dass ich irgendwann einen Marathon laufen möchte. Die gezielte Vorbereitung begann vor ca. 3 Monaten mit einem entsprechenden Trainingsplan. Über ein Jahr zuvor wollte ich einfach Grundlagen erarbeiten.  Mein Ziel war es beim Münster Marathon 2017 unter 4:15:00 zu laufen. Das ist für den ersten Marathon schon ordentlich wie ich finde. Doch dazu wird es nicht kommen. Ich habe mich dazu entschlossen ihn nicht zu laufen. Und ich muss zugeben, die Entscheidung dazu fiel mir nicht besonders schwer. Im Gegenteil. Ich habe meinen Frieden damit und bin froh nicht zu starten.

Es war einmal ein langer Text

Ich hatte einen sehr langen Text geschrieben mit Erklärungen und Begründungen wie es zu meiner Entscheidung kam. Mit dem Ergebnis, dass es wahrscheinlich niemanden interessieren würde. Aber es gibt eine Kurzversion:

Es gibt Situationen im Leben die enorm belastend sind. Insbesondere wenn mehrere negative Ereignisse gleichzeitig stattfinden, kann es mental/emotional sehr anstrengend werden. Es fanden nun mehrere Ereignisse statt, die mir so viel Kraft nahmen, dass es zum Training und zum Marathon nicht mehr reichen würde.

Diese Dinge sind so plötzlich eingetreten, dass sie nun meine volle Aufmerksamkeit brauchen. Der Marathon wurde vom Ziel zu einer zusätzlichen Belastung. Das sollte er nicht sein. Die Tatsache, dass mir die Entscheidung nicht so schwer fiel und ich erleichtert bin, spricht Bände.

Und das passiert als Nächstes

Das Ziel ist nicht aufgehoben, sondern aufgeschoben bis zum 29.04.2018. Byebye Münster, Hallo Hamburg. Es wäre sicherlich fatal, wenn ich jetzt kein Ziel hätte. Da ich im Moment einfach nicht die Zeit und Kraft für lange bis sehr lange Trainingseinheiten habe, konzentriere ich mich auf den diesjährigen Silvesterlauf Werl-Soest. Die Einheiten werden kürzer und (hoffentlich mit der Zeit) schneller.

„Man muss auch mal die Eier haben und sich eingestehen können, dass die Zeit noch nicht reif ist lange Distanzen zu laufen!“

 

 

Im stillen Gedenken und auf ewig dankbar. 31. Juli 2017

 

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