Alternativtraining: Radfahren für mehr Ausdauer

Ich hatte ja mal darüber berichtet, dass ich wohl einfach zu doof bin mein Training richtig zu steigern. Denn theorethisch weiß ich ja, wie man es machen sollte. In der Praxis fühle ich mich beim Laufen manchmal so gut, dass ich über das Ziel hinaus schieße. Mocki hat in ihrem Buch geschrieben, dass man aufhören sollte wenn es gerade am Schönsten ist. Unter anderem kann man somit das Risiko, sich durch Überlastung zu Verletzen, verringern. Wie das so ist, die Ratschläge die man gibt, befolgt man häufig selber nicht. Und so läuft man halt Gefahr, sich von einer in die nächsten Verletzung zu laufen. Und dann? P-E-C-H! Wir kennen die Formel von der uns hauptsächlich das “P” (Pause) zu schaffen macht.

Auf das Fahrrad ausweichen

tourÜbermotivation und orthopädische Anfälligkeiten ergänzen sich im Lauftraining nicht besonders gut. Man ist aber auch selten in der Lage die Füße still zu halten. Eine Möglichkeit ist das Alternativtraining mit dem Rad. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die orthopädische Belastung ist ungleich geringer und trotzdem trainiert man das Herz- Kreislaufsystem mit. Man setzt auch andere Trainingsreize und wir wissen ja, dass Abwechslung im Training immer gut ist. Darüber hinaus kann man so den Trainingsumfang erhöhen, ohne sich orthopädisch zu überlasten. Ein Wehrmutstropfen hat das Alternativtraining mit dem Bike. Die Zeit. Um auf die Trainingsintensität eines 30 minütigen Laufs zu kommen, müsste man mindestens 60 Minuten mit dem Rad unterwegs sein. Ohne jetzt wieder Übermotiviert zu sein, ist das Radtraining also besonders “on top” geeignet. Man ersetzt im Verletzungsfall und in der verletzungsfreien Zeit trainiert man damit zusätzlich.

Welches Fahrrad man für das Alternativtraining nutzt, kann durchaus unterschiedlich sein. Je nachdem was man möchte, wo und wie lange man unterwegs ist. Für das Training selbst spielt es wohl keine so große Rolle, ob man auf einem Mountainbike, Crosser, Rennrad oder Fitnessbike trainiert.

In den Alltag integrieren

Ich bin der Meinung, dass man das Alternativtraining von vorneherein, auch als Anfänger, unbedingt mit einbauen sollte. Ich selbst nutze mein Fitnessbike (Kellys Physio 10) ziemlich gern als Training für die Grundlagenausdauer. Einmal in der Woche versuche ich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dann fahre ich morgens 1 Stunde im GA1-Bereich und nachmittags noch einmal und komme auf ca. 40 KM bzw. 2 Stunden. Wenn ich es auf den Rückweg eilig habe, könnte ich sogar wunderbar ein Intervalltraining einbauen. An dem Tag trainiere ich aber sonst nichts anderes.

Welches Fahrrad denn jetzt?

Wie schon erwähnt hängt die Wahl von einigen Faktoren ab. Allem voran würde ich behaupten, guck doch erstmal was vielleicht schon da ist. Mein Fitnessbike von Kellys hatte ich schon und nutze es daher auch dafür. Wenn du z.B. ein Trekkingrad hast, musst du dir nicht zwingend ein neues kaufen. Ich sehe keine Notwendigkeit eine vierstellige Summe für ein Fahrrad auszugeben, nur weil man 1x wöchentlich einen anderen Trainigsreiz setzen möchte. Wenn Du nicht sowieso gerne eins hättest oder eins brauchst, lass es einfach und nimm das was du hast. Grundsätzlich bin ich sowieso kein Radexperte und kann hier nur rudimentär meine Meinung äußern.

Das richtige Fahrrad für…

Mountainbike: Beim MTB an sich gibt es ja schon ordentliche Unterschiede. Für das Alternativtraining wird wohl ein sog. Hardtail ausreichend sein. Es muss kein Vollgefedertes HighEnd-Produkt sein, es sein du hast zu viel Geld. Wenn du lieber auf Wald- und Schotterwegen unterwegs bist, wirst du damit wohl gut beraten sein.

Rennrad: Alltagsuntauglich aber dafür der Renner. Naja wie der Name halt schon sagt. Wenn du weitere Strecken fahren willst und das auch noch schnell und sowieso lieber auf Straßen fährst, bist du hier richtig. Rennräder sind i.d.R nicht besonders günstig. Der Vorteil ist die Gangschaltung mit ausreichend Flexibilität. Nachteil: Urbane Umgebung ist mit einem Rennrad nicht so der Hit.

Crosser: Wenn ich nicht schon ein Rad hätte, wäre das mein Favorit. Ein Mix aus MTB und Rennrad. Schmale, profilierte Reifen die auch auf Wald- und Schotterwegen gut klarkommen. Mit der entsprechenden Schaltung und dem Gewicht ist man damit auch auf Asphalt agil.

Fitnessbike: Ich mag mein Kellys Fitnessbike. Es war günstig und ist voll auf Kardiotraining ausgelegt. Sehr schmale Reifen und null Federung sorgen allerdings dafür, dass ich fast ausschließlich auf Asphalt unterwegs bin. Alles andere versuche ich zu vermeiden. Das Kellys hat ganze 9 Gänge. Das ist nicht viel aber um einen gleichmäßigen Tritt zu halten reicht es aus. Der Nachteil ist natürlich, dass man damit nicht besonders schnell unterwegs ist. Der Trainingseffekt ist aber super. Trotzdem werde ich irgendwann etwas mehr Geld für einen Crosser in die Hand nehmen.

Zum Schluss noch ein Tipp: Egal welches Rad du fährst. Kauf dir eine Radhose! Du wirst noch dankbar für das zusätzliche Polster am Hintern sein. 😉

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