10. Klingenthal Sport Marathon Salzkotten

Ein kleines Jubiläum in Salzkotten. Zum zehnten Mal findet der Klingenthal Sport Salzkotten Marathon statt und zum zweiten Mal bin ich dabei. Diesmal bin ich aber nicht allein. Wir waren zu fünft und das war nicht nur gut, sondern richtig genial!

Zum ersten Mal eine Staffel

Die Nummer verpflichtet!

42,2 KM verteilt auf vier LäuferInnen. Unser Team besteht aus Moni (mit ihr bin ich auch letztes Jahr zusammen den 10er gelaufen), Katha, Jana, Tim und ich. Moment mal… das waren jetzt fünf!? Richtig. Eigentlich sollte Jana die erste Läuferin sein. Leider konnte sie dann wegen einer Verletzung nicht teilnehmen und Katha ist für sie eingesprungen. Trotzdem war Jana dabei und hat alles mit ihrer Kamera protokolliert und uns unterstützt. 🙂

Mit unseren Startunterlagen haben wir eine gelbe (beim Laufen äußerst nervige) Schärpe bekommen. Jeder Staffelläufer muss diese mit sich tragen und nach der jeweiligen Runde an den nächsten Läufer in der Wechselzone übergeben. Nach der Übergabe muss man noch schnell durch den Zielbogen um die persönliche Zeit zu erfassen. So weit so gut. Es ist 09:00 Uhr und Katha steht schon am Start, während wir uns in der Wechselzone aufhalten.

Team KaMoTiSa
(v.r.n.l) Katha, Moni, Tim und Sascha; In dieser Reihenfolge laufen wir.

Ziel: Nur nicht die letzten sein

Es stehen 25 Staffeln am Start. Unser Ziel war es unter vier Stunden zu bleiben und vor allem wollen wir nicht die Letzten sein. Das sollte doch klappen. Bereits morgens kündigte sich sehr warmes Wetter an. Doch zunächst hielt es sich zum Glück bedeckt. Zu warm war es für mein Geschmack dennoch.

Beim Start war Katha so schnell an uns vorbei gehuscht, dass wir kein Foto hinbekommen haben. Da war sie zu flott. Nach 00:59:52 schickte sie die Schärpe in die nächste Runde. Großartig. Damit ist ein gutes, solides Fundament gelegt und Moni ging auf Reisen. Noch während Moni unterwegs war, wurde die Luft schon drückender. Ich versuche mir noch einzureden, dass es hoffentlich gleich regnet und abkühlt. Es sind ja noch Wolken am Himmel. Es wird bestimmt nicht so schlimm wie letztes Jahr…

Los Tim, LAUF LAUF LAUF!

Moni schickt nach 00:57:47 die Schärpe und Tim auf die Runde. Damit hat sie das Fundament noch etwas ausbauen können. Da Tim unser schnellster Läufer ist, haben wir eine realistische Chance sogar unter vier Stunden zu bleiben. Moni berichtet davon, dass es unterwegs sehr warm werden wird. Mir schwant böses. Erstmal… der arme Tim… dann noch: ICH ARME SAU. Es gibt Tauwetter für Dicke und ich als Moppel mittendrin. Zu allem Überfluss verziehen sich gerade die Wolken und die Mittagshitze naht.

Tim haut es raus

Meine Kommentare werden immer leiser und nun werde ich doch etwas nervös. Nachdem Katha und Moni gut vorgelegt haben und Tim ein ordentliches Zeitpolster rauslaufen wird, muss ich das Ganze noch unfallfrei überstehen und ins Ziel bringen. Ich habe Alptraumvisionen von Wüstenläufen, denn es wird immer wärmer und wir nähern uns der 28° – Herzlichen Glückwunsch. Bei Hitze laufen kann ich gut und viel… aber halt jenseits von schnell. Hoffentlich übersteht Tim das Ganze auch unbeschadet.

Tim rockt das Team und die Uhr! Übergabe der Schärpe in der Wechselzone.

Klar. Hätte ich mir denken können. Um Tim musste ich mir wohl keine Sorgen machen. Der flitzte ungebremst durch die Wechselzone und übergab nach 00:51:11 die Schärpe. Damit hat er uns ein ordentliches Zeitpolster rausgelaufen. Jetzt muss ich wohl laufen. Nachdem ich die ganze Zeit in der Wechselzone rumdödelte, wurde es auch endlich Zeit.

Stark gestartet, schnell nachgelassen

Ich mach es mal kurz. Mein Lauf war gruselig. Mitlerweile war es auf freien Feld gut an die 30° und es weht irgendwie kaum ein Lüftchen. Die ersten zwei Kilometer bin ich zu schnell gelaufen, konnte das aber noch irgendwie normalisieren. Mein Puls stieg in unbekannte Höhen (neue maxHF registriert mit 203) und ich konnte einfach kein Tempo aufbauen. An den Verpflegungspunkten habe mich mir jedes mal einen Becher und einen Schwamm genommen. Trinken, abkühlen, trinken, abkühlen. Um sicherzugehen, dass genug Flüssigkeit reinkommt, bin ich während des Trinkens gegangen und ich habe keine Station ausgelassen. Ab KM 6 war mir klar: Das ist mit Abstand der beschissenste Lauf meiner Laufkarriere. Endlich kommt auch sowas mal. Zum Glück haben die Zuschauer im kleinen Örtchen Verne ihre Gartenduschen und Rasensprenger auf die Strecke gestellt. Ich habe sie ALLE mitgenommen und war so dankbar dafür.

Zieleinlauf als Staffelteam

Nach leidlichen 01:00:17 brachte ich die Schärpe ins Ziel. Ein blödes Gefühl. Aber wenigstens konnte ich unsere Platzierung halten UND wir waren mit einer Gesamtzeit von 03:49:17 nun deutlich unter vier Stunden. Darüber hinaus hat das Team irre viel Spaß gemacht. Mein Ego musste also nur kurz leiden. 😉 Übrigens sind wir auf Platz 13 von 25 gelandet. Ein super Ergebnis.

Das war der Salzkotten Marathon

Von der Organisation habe ich diesmal überhaupt nicht so viel mitbekommen. Die Übergaben in der Wechselzone klappten reibungslos. Eigentlich wusste man immer irgendwie was man tun muss. Die Zielverpflegung habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Im Ziel selbst gab es nur Wasser, da der Nachzielbereich an der Sälzerhalle/Saline war. Dort sind wir garnicht hingegangen, sondern haben uns an einem Restaurant niedergelassen. Natürlich gab es eine Medaille. Und die war nun wirklich spektakulär. Natürlich bekam jeder Staffelläufer eine. Alle zusammen ergeben sie, wie bei einem Puzzle, ein Motiv. Da hat sich der Salzkotten Marathon Veranstalter etwas tolles ausgedacht!

Rückblickend würde ich den Salzkotten Marathon allerdings nur noch als Staffel laufen. Es ist einfach nicht meine Jahreszeit um an Events teilzunehmen. Eindeutig zu warm. Wie auch schon letztes Jahr. Als Staffel macht es jedoch richtig Spaß. Egal ob man eine gute Zeit läuft oder halt eben nicht.

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